Die "Prinz Heinrich": Geschichte

Die "Prinz Heinrich" wurde im Jahr 1909 auf der Papenburger Meyer-Werft
unter der Bau-Nr.: S.240 als Doppelschrauben-Post- und Passagierdampfer
für die Borkumer Kleinbahn & Dampfschiffahrts AG gebaut.

  • Länge: 37m
  • Breite: 7m
  • Tiefgang: 1,80 m
  • Antrieb: 2x 150 PS Dampfmaschinen
  • BRT: 212.

Sie verkehrte in erster Linie zwischen Emden und Borkum und fuhr in beiden Weltkriegen als Versorger. 1953 in >Hessen< umbenannt, wurde das Schiff 1958 von der Reeederei AG-Ems zum Motorschiff umgebaut. 1970 wurde es außer Dienst gestellt und als Museumsschiff „Mississippi“ für eine Überseeausstellung an die Trave nach Lübeck verkauft. Im Jahr 2002 wurde die Ausstellung in den „Teepott“ nach Warnemünde verkauft, das Schiff blieb in einem bedauernswerten Zustand im Rostocker Hafen zurück. Im Sommer 2003 kaufte der neu gegründete Verein „Traditionsschiff Prinz Heinrich“ e.V. ehemaliger Ems Borkum Dampfer von 1909" den alten Dampfer von einem Rostocker Geschäftsmann und schleppte ihn bei herrlichem Sonnenschein über Ost- und Nordsee, an Borkum vorbei durch den Dollart und über die Ems zurück nach Hause in seine ostfriesische Heimat nach Leer.Vom Verein sind große Anstrengungen unternommen worden, den hohen historischen Wert, die Schönheit, die besondere Bedeutung des Historischen Dampfers für unsere Heimatstadt Leer, für die Menschen und das Land an Ems und Dollart, gerade in der heutigen Zeit der Containerschiffe deutlich zu machen. 

Schon 2004 wurde dem Historischen Dampfer vom Landesamt für Denkmalpflege in Hannover die Anerkennung als Bewegliches Denkmal auf dem Wasser zugesprochen: die entscheidende Voraussetzung für Stiftungen, Institutionen, Behörden und Sponsoren, die notwendigen Gelder für eine Restauration bereitstellen zu können. Die Gemeinnützigkeit des Vereins ist anerkannt. Der im Jahre 2004 vom Verein für ein Restaurierungsgutachten beauftragte Sachverständige, Dipl. Ing. Wolfgang Puls aus Hamburg, stellt darin unter anderem fest: Das Traditionsschiff "Prinz Heinrich" ist der letzte Zeitzeuge der Epoche des Kaiserreiches und der letzte Deutsche Fracht-, Post- und Passagierdampfer, den es unter allen Umständen zu erhalten gilt. 

"Bei der >Prinz Heinrich< handelt es sich um ein schiffahrtsgeschichtlich besonders wertvolles, mittlerweile einmaliges Schiff in Deutschland. Seine Erhaltung rechtfertigt alle Anstrengungen, welche mit einer Restaurierung verbunden sein werden. Rumpf, Decksaufbauten und die Hilfsmaschinen weisen ein hohes Maß an Originalsubstanz auf. Selbst bei einer grundlegenden Sanierung wird davon genug sichtbar erhalten bleiben können, um das Schiff auch künftig als Denkmal auszuweisen. Der Doppelschraubendampfer „Prinz Heinrich“ von 1909 gehört unzweifelhaft zum Ensemble der in Deutschland wertvollen historischen Schiffe.Die >Prinz Heinrich< soll nach erfolgter Restaurierung an ihrem historischen Liegeplatz am Nesseufer wieder festmachen." (Zitat: Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven).

Als neuer Mittelpunkt des Historischen Handelshafen wird sie von dort einen ungestörten Blick über das Wasser auf die schöne Stadt zulassen und sich selbst von der Stadt aus unzweifelhaft als imposante Kulisse darstellen. Der Dampfer soll für besondere Gelegenheiten seine traditionellen Fahrten zur Insel Borkum, weiteren ostfriesischen Inseln, wie z.B. Norderney, dem niederländischen Delfzijl sowie Bremerhaven, Hamburg und Flensburg wieder aufnehmen. Die stilvollen, nach den alten Bauplänen original restaurierten Salons sowie der große Laderaum und das Sonnendeck würden sich in idealer Weise anbieten für vielerlei Anlässe wie z.B. Lesungen, Vorträge, geschäftliche und private Feiern. Auch zur repräsentativen Vercharterung wird der Dampfer sich anbieten als ebenso eleganter wie origineller Gastgeber.

Nach erfolgter Restaurierung (Ziel: Frühsommer 2014)
wird die >Prinz Heinrich< von 1909 jedoch in erster Linie ihre Bedeutung finden als kulturhistorisch einzigartiges und überregional bedeutsames Denkmal auf dem Wasser, als ebenso charmante wie liebenswerte Botschafterin der Hafenstadt Leer, mit Sitz der zweitgrößten Reederschaft Deutschlands, Standort der über 150 Jahre alten Seefahrtsschule und als schwimmende Visitenkarte unserer einzigartigen ostfriesischen Fluss- und Wattenmeerlandschaft.

Gutachten zur Restaurierung erstellt
Der Verein hatte im Frühjahr 2004 von einem unabhängigen Sachverständigen ein ausführliches Gutachten zum Zustand des Schiffes und zu den Restaurierungsmöglichkeiten erstellen lassen. Der Gutachter kommt zu der nachstehend zitierten Gesamteinschätzung: Beim Post- und Passagierdampfer „Prinz Heinrich“ handelt es sich um ein schiffahrtsgeschichtlich besonders wertvolles und mittlerweile einmaliges Objekt. Seine Erhaltung rechtfertigt alle Anstrengungen, welche mit der Restaurierung verbunden sein werden. Rumpf, Decksaufbauten und die Hilfsmaschinen weisen ein hohes Maß an Originalsubstanz auf. Von seiner Bau- und Nutzungsgeschichte her gehört der Dampfer unzweifelhaft zum Ensemble der für Deutschland wertvollen historischen Schiffe. Zu einer entsprechenden Aussage kommt auch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalspflege, das den ehemaligen Passagierdampfer „Prinz Heinrich“ in das Verzeichnis der Kulturdenkmale – bewegliche Denkmale aufgenommen hat (2013 zusätzliche Einstufung durch die Bundesregierung als Nationales Kultur-Denkmal Deutschlands).


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